Historie

1739 – Im Zuge der religiösen Verfolgung in seiner Heimat Holland, ließ sich der Mennonit Abraham Janson unter dem Protektorat des Hauses Nassau-Weilburg in Harxheim nieder und etablierte so die erste von vielen Generationen von Weinbauern und Landwirten.

Es wurde ihm gestattet, sich am Ortsrand niederzulassen, was sich im Nachhinein als wahrhafter Segen herausstellte.

Dies wird dem Besucher bewußt, wenn er den imposanten Privatpark des Gutes betritt, der, bedingt durch eben diese Randlage, in seiner ursprünglichen Form und einmaligen Vielfalt erhalten werden konnte.

Die Jansons waren bekannt als progressive Winzer, die viele innovative Ideen in die Entwicklung der Landwirtschaft in der Pfalz einfließen lassen konnten.

1890 – Die Jansons erbauten das heute unter Denkmalschutz stehende Gutshaus und einen der größten Privatparks der Pfalz mit seinen exotischen Bäumen aus aller Welt.

1893 – Dieser Janson war einer der ersten Winzer, der seine Weine in Flaschen abfüllte und sie auf der Hamburg-Amerika-Linie verkaufte. Mit seinen vom Hof stammenden Verwandten des Schlossguts Janson in Bockenheim und Dirnstein errangen sie gemeinsam viele Auszeichnungen. Schließlich erhielt er den Titel eines Ökonomierates.

1918 – Eine Generation später heiratete Hans Bernhard, ein Bauer und Winzer aus dem nahe gelegenen Dorf Rössingen, in die Familie ein.

Das Weingut ist seitdem als Janson Bernhard bekannt.

Die Familiengeschichte der Familie Bernhard reicht bis ins Mittelalter zurück. Im späten 12. Jahrhundert waren sie freie Bauern und Vasallen des Adolf von Nassau, der kurz zuvor zum König gewählt wurde.

Einen Tag nachdem er St. Philip in Zell besucht hatte, fiel der König in der Schlacht am Hasenbühl gegen Prinz Albrecht von Österreich.

Einem der Vorfahren der Familie Bernhard wurde aufgrund großer Verdienste der Titel „Stadthalter“ und ein eigenes Wappen verliehen, das noch heute jede Flasche ziert, die das Gut verlässt.


Architektur und Ambiente

Die schrittweise Restaurierung seit 1986 der denkmalgeschützten Gutsgebäude ist zunehmend sichtbar. Dabei legt die Architektin Alice Bernhard großen Wert auf eine behutsame Erneuerung und ökologische Verbesserungen. So wurden einige Wirtschaftsgebäude größten teils mit Recyclingmaterial aufgebaut, Gefache in einem alten Fachwerkhaus eigenhändig ausgeflochten. Das große Wirtschaftsgebäudedach erhielt eine neue prototypische Indachphotovoltaikanlage und die ehemalige Kuhkapelle, ein sechssäuliges Kreuzgewölbe, eine moderne Holzpelletsheizung.

Zur Ergänzung des historischen Gesamtbildes sammeln die Schwestern seit Jahren leidenschaftlich Möbel und vermitteln damit Gelassenheit gegenüber so mach schnelllebigen Trends.

Seit vielen Jahren können Gäste des Weinguts hier genussvoll Ihre Hochzeit feiern, Konzerte, Lesungen und kulinarische Themenabende genießen und auch mit eigenen Vorstellungen Feste mit gestalten.

Die neue Seminarreihe rund um die ökologische Weinkultur oder „wie verfeinern sich die Sinne“ wurde als eines der weinigen EU Projekte gefördert. Die „mutige Aufbauleistung“ wurde mit dem „Agrarkulturpreis“ der Schweißfurthstiftung ausgezeichnet.

Mit vielen neuen Visionen setzt sich die neue Generation der Bernhards, Alois Bernhard, ein und beschreibt das Weingut unteranderem als „Ort für die Öffentlichkeit“.